Der Traum vom Ötztaler

Katja startet beim Ötztaler Radmarathon
Es ist so weit. Am Sonntag steht für rund 4.000 Radsportfreunde eines der bekanntesten Saisonhöhepunkte an – der Ötztaler Radmarathon. Auch Katja Kraft ist mit dabei.

 
Seit langer Zeit steht der Ötztaler Radmarathon auf meiner “to do”-Liste. Einen Startplatz zu ergattern ist mittlerweile fast wie ein Sechser im Lotto und auch ich habe diesen Platz nur Dank eines Freundes bekommen, der aufgrund einer Verletzung nicht starten kann.
Zusammen mit 4.000 Teilnehmern werde ich wohl eines der anspruchsvollsten und schönsten Radrennen in Angriff nehmen  – 238 Kilometer – 5.500 Höhenmeter – maximal 18 Prozent Steigung –  vier Alpenpässe … soviel zu den Fakten.

Bin ich fit genug?

 Das Training verlief ganz gut. Viele Kilometer habe ich im Vorfeld auf Fuerteventura im tb-active-Trainingscamp gesammelt. Die anschließende Tour de Kärnten sowie der Urlaub im Montafon und einige Schwarzwaldtouren brachten nochmals ordentlich Höhenmeter und Kilometer. Nur reicht das …?? Zweifel überkommen mich die letzten Tage und der Respekt wächst und wächst. Bin ich fit genug? Körperlich und mental? Na klar, hab ich schon so manche harte Rennen absolviert, Langdistanzen und die Tour Transalp gemeistert und mich oft im Training an den Hinterrädern der schnellen Jungs festbeißen müssen. Nur der “Ötzi” ist noch mal eine “Nummer für sich “.
Vier Pässe muss Katja beim Ötztaler Radmarathon bewältigen

 Schrecksekunden vor dem Rennen

Gesund und fit sowie ohne Verletzungen oder Stürze verlief die Saison bisher  – BISHER!! Und dann passierte es. Letzten Sonntag bin ich auf dem Weg zum Radeln die Treppe runtergestürzt … so blöd, dass ich ordentliche Prellungen und Schmerzen in der Schulter, Arm und Rücken habe. Seit Montag bin ich mehrfach in Behandlung gewesen und das PhysioMed-Team um Christian Tietze leistete ganze Arbeit. Die letzten Ausfahrten diese Woche waren eher schmerzhaft und lahm wie eine Schnecke –  wie wird das am Sonntag, wenn ich sooo viele Stunden im Sattel sitze …?!?!
Oft wurde ich nach meinem angestrebten Ziel gefragt – nicht als Letzte ankommen – keine Pannen – die “Cut off”-Zeiten schaffen – eine Zeit von 12:30 Stunden … hhmm, was am Ende dabei herauskommt, werde ich euch Sonntag sagen können, die Erwartungshaltung der Anderen ist doch eine andere :-).

Vorfreude ist die schönste Freude

 In Sölden angekommen ist die Freude und Spannung auf das Event deutlich spürbar. Gleich nach der Ankunft gab es den finalen Materialcheck und es ging 15 Kilometer & 1.500 Höhenmeter hinauf zum Tiefenbachgletscher. Meine Beine fühlen sich gut an und der Rest ist nahezu schmerzfrei – ich bin bereit. Das Rad läuft Dank meiner zwei Special – Radmechaniker tip top.
Um die Regeneration weiter zu beschleunigen widme ich mich ausgiebig meiner Black Roll und genieße die Landschaft und die Tiroler Gastfreundlichkeit.
Chillen vor der langen Radtour
Ich freu mich riesig auf Sonntag. Drückt mir und allen Teilnehmer die Daumen für ein gutes unfallfreies Durchkommen und stabiles Wetter.
Ich wünsche euch ein tolles Wochenende und schick euch ein sonniges Lächeln.
Eure Katja
Text: Katja Kraft
Fotos: privat

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