Test: Powermeter-Pedal P1 von Powertap

Testbericht zu Powertap

Radsportlerinnen oder Triathletinnen denken oft, dass ein Wattmessgerät kompliziert zu bedienen wäre und so ein Leistungsmesser sich nicht für sie lohnen würde. Luisa beweist das Gegenteil.

Wer einen Wattmesser am Rad hat, kann im Training sehr effektive Einheiten absolvieren und im Wettkampf sein Pacing genau kontrollieren und steuern, denn Watt-Werte lügen nicht, egal bei welchen Bedingungen und bei welcher Tagesform, sie sind immer verlässliche Größe.
Luisa hat die Wattmesspedale P1 von Powertap getestet. Die Daten zeichnet sie über den GPS Bike Computer „Element“ von Wahoo auf – nach einer Radsession zeigt dieser ihr auf Knopfdruck alle relevanten Werte an … Watt-Werte, Frequenz, evt. Herzfrequenz, Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit ect.  – eine einfache und runde Sache.

Testbericht von Luisa

Seit einem Jahr fahre ich mit den Wattmess-Pedalen von Powertap. Ausgiebig habe ich die Wattmesspedale im Training und Wettkampf testen können. Zunächst war ich skeptisch, ob ich als AK-Athletin ein solches Leistungsmesssystem brauche und ob ich überhaupt damit umgehen können würde …

Montage und Instandsetzung

Die Pedale werden wie jedes Pedal an der Kurbel montiert, ein bestimmter Anzugsdrehmoment muss dabei nicht beachtet werden. Mein bereits vorhandener Fahrradcomputer von Wahoo verfügt über ANT+ (weiter Funkstandart: Bluetooth-Smart). Eine Kurbelumdrehung genügt und das Gerät erkennt die Wattpedale und sendet sofort das Signal. Man muss also kein Technikfreak sein, um die Wattmesspedale in Einsatz nehmen zu können. Die Montage sowie Kopplung funktioniert sekundenschnell und kinderleicht. Für das Smartphone gibt es eine kostenlose App von Powertap, mit der man auch super auf der Rolle trainieren kann.

Die Wattmessung wird beidseitig durchgeführt, weswegen auch rechts und links jeweils eine AAA-Batterie im Pedal die Energieversorgung deckt. Die Batterien halten bei mir rund 1.000 Kilometer. Wenn sie leer werden, meldet dies das gekoppelte Gerät rechtzeitig. Das Batteriewechseln ist einfach. Benötigt wird nur ein gängiger Schraubendreher und zwei volle Batterien – that´s it.

Das leichte Montieren der Pedale ist optimal für den Wechsel zwischen Renn- und Triathlonrad. Das System kalibriert sich durch einige Kurbelumdrehungen selbst und sendet sofort korrekte Daten.

Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Pedale

Die Messung ist erstaunlich genau. Die beidseitige Messung ist optimal. Ich hatte kein einziges Mal einen Ausfall der Pedale –  auch Phantasiewerte wurden nie angezeigt. Das System hat immer funktioniert. 

Fazit

Ich finde, die Pedale sind extrem gut, ich habe deutlich effektiver trainiert und eine merkbare Leistungssteigerung auf dem Rad erzielt, obwohl ich tendenziell erheblich weniger Kilometer gefahren bin, als in den vergangenen Jahren im Schnitt und das, obwohl ich mich auf eine Langdistanz vorbereitet habe.

Meiner Meinung nach sollte bei uns ambitionierten AK-Athleten mehr Geld in Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung sowie Wattmessung investiert werden, anstatt ständig ein neues Bike oder sündhaftteuren, unnötigen Equipment-Schnickschnack zu kaufen. Durch die Wattwerte kann ich mich zudem im Wettkampf besser am Riemen reißen und die Gefahr des Überpacens geht gegen Null. Dadurch habe ich auch bessere Laufsplits erreicht.
Außerdem macht es schlichtweg Spaß, mit den Werten zu trainieren und zu lernen, sie richtig zu interpretieren. Ich kann die Anschaffung der Watt-Pedale daher zu 100 Prozent empfehlen und würde sie nicht mehr missen wollen.

Luisa auf dem Madone von TrekMehr Infos über Powertap

Text: Luisa Keller
Fotos: Tim Keller

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