tested: Trek Madone 9.0 2018

Das Trek Madone 9.0 im Test

Luisa aus dem tritime women team ist in dieser Saison auf dem aktuellen Trek Madone 9.0 unterwegs gewesen und stellt euch das aerodynamische Rennrad in ihrem Test vor.

Bei einer Körpergröße von 1,74 Metern teste Luisa das Trek Madone 9.0 in der Rahmengröße 54.

Das Trek Madone 9.0

Das Rennrad wird von Trek als preisgünstige, schnelle Aerovariante für schnelle Ausfahrten und lange Trainingseinheiten angepriesen. Zudem wird mit einer Lenkererweiterungen für den Umbau als Triathlonrad geworben, den ich allerdings nicht getestet habe. Zudem soll der Lenker einen integrieren Tachohalter, einen Lichthalter sowie am Rahmen eine Vorrichtung für eine Rückleuchte haben.

600 OCLV (=Optimum Compaction, Low Void) ist ein Carbon, das die Attribute Steifigkeit und Leichtigkeit optimal vereint. Eine Besonderheit beim Trek Madone 9.0 ist an der Gabel zu finden: Die Vector Wings, welche die Bremse nahezu komplett im Rahmen verschwinden lässt. Diese Konbstruktion soll für mehr Aerodynamik und Geschwindigkeit sorgen. Die Schaltzüge sind beim Trek Madone 9.0 innenliegend verbaut. Das sorgt für eine klare, „aufgeräumte“ Optik.

Auf einen Blick:
Gewicht: 7,81kg (bei Rahmengröße 56, laut Hersteller)
Rahmen: 600 Series OCLV Carbon, KVF- Rohrprofil (Kammteil Virtual Foil), innenverlegte Kabelführung
Gabel: Madone aus Vollcarbon mit KVF-Profil, integrierte Bremsen
Kurbelgarnitur: Shimano Ultegra (50/34)
Schaltwerk: Shimano Ultegra
Kasette, Kette, Schalthebel, Umwerfer: Shimano Ultegra
Bremse: Madone, aerodynamisch integriert
Vorbau, Lenker: Bontrager
Laufräder: Bontrager Aeolus Comp 5
Sattel: Bontrager Montrose Elite
Sattelstütze: Madone Micro Adjust-Sitzturmaufsatz aus Carbon, 25 mm Versatz
Farbe: schwarz
UVP: 3.999 Euro

Mein Testbericht zum Trek Madone 9.0

Zunächst musste ich das „Herrenrad“ für meine Bedürfnisse und physischen Gegebenheiten etwas umbauen. Ich habe einen schmäleren Lenker montieren lassen, was durch die innenliegenden Züge relativ aufwendig war und den Sitzturmaufsatz mit starkem Versatz durch eine weniger abgekrümmte Sattelstütze ausgetauscht. Zudem habe ich einen kürzeren Vorbau angebracht. Jetzt konnten die Ausfahrten mit dem Trek Madone 9.0 beginnen.

Zum Fahrverhalten

Längere Ausfahrten, auf der Ebene bolzen, Berge hochjagen, kurvige Abfahrten hinunterzirkeln. Das Rad ist wirklich bocksteif und leicht. Selbst für ein Rennrad hatte ich auf der Geraden ein ähnliches Fahrgefühl wie bei einem Triathlonrad und dennoch eine gute Wenigkeit in den Kurven. Auch mit dem Sattel, der auf dem Rad von Werk auf angebracht ist, kam ich sehr gut zurecht. Die Bremsen sind in Ordnung, für meinen Geschmack allerdings auch nicht gerade überragend. In Abfahrten hätte die Bremsverzögerung gerne etwas kürzer sein dürfen.
Auch Gravel-Passagen meisterte das Trek Madone 9.0 ohne Problem und der Fahrkomfort war kein bisschen eingeschränkt. Insgesamt ist das Madone 9.0 ein toller Rennrad-Allrounder, mit dem viel Fahrspaß garantiert ist. Das gilt nicht nur für Trainingsfahrten, sondern auch für schnelle Einheiten und Wettkämpfe.
Mein persönlicher Kritikpunkt sind die Anbauteile, die nicht wirklich auf die Bedürfnisse der weiblichen Athletin angepasst sind. Ohne die Umbaumaßnahmen wäre ich mit dem Rad nicht zurechtgekommen. Trek bietet allerdings eine Madone-Version für Frauen an. Die Geometrie des Rahmens ist identisch mit dem Herrenmodell. Es unterscheidet sich lediglich in den Komponenten, die für Athletin angepasst sind und somit zu mehr Komfort und einem besseren Fahrverhalten führen. Ich würde definitiv das Damenmodel empfehlen, leider gibt es diese Variante nur in einer teureren Ausführung. Die Modelle für 2019 verfügen zudem über hydraulische Scheibenbremsen.

Mehr Infos zum Trek Madone 9.0

Luisa testet das Madone 9.0 von Trek

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Text: Luisa Keller
Fotos: Tim Keller