Zwei Wind- und Wetterjacken im Test

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Bekleidung. Richtig! Und machmal ist es sehr praktisch, wenn ein Bekleidungsstück für mehrere Zwecke genutzt werden kann.

Wir haben die “Deflect Hybrid Jacke” von Specialized und die “Shakedry” von Gore-Tex getestet.

Testbericht “Deflect Hybrid Jacke” von Specialized


Jenni vom tritime women team hat die “Deflect Hybrid Jacke” für Damen von Specialized unter die Lupe genommen:
Der erste Blick auf das grelle Gelb lässt mich denken: ,”Wow, was für eine tolle Farbe!” Ich ziehe die Jacke an und sie sitzt sofort perfekt. Enganliegend aber durch das Material flexibel genug, um sich gut darin bewegen zu können. Durch einen Gummizug im Saum kann man die Jacke zudem noch anpassen. Der Armabschluss mit Gummizug sitzt angenehm eng nachdem man mit der Hand durch die Armöffnung.

Da es mir zunächst zu kalt war, die Jacke auf dem Bike zu testen, wollte ich sie zuerst bei einem Lauf ausprobieren. Denn was liebt die Allround-Sportlerin am meisten? Genau, praktisches Material, das überall einsetzbar ist. Die übliche Verlängerung der Rückenpartie bei Fahrradjacken besitzt dieses Exemplar auch, jedoch lässt sich das extra Stoffteil mit einem Griff einklappen und mit einem Druckknopf befestigen, sodass es nicht mehr stört.

Oft haben wasserabweisende Jacken die Eigenschaft, dass man nicht von außen, sondern von innen Nass wird. Die Luft staut sich unter dem Material und man schwitzt unnötig. Schnell stelle ich fest, dass diese Jacke wirklich atmungsaktiv ist und ich somit auch nicht Gefahr laufe, zu überhitzen.

Der Test auf dem Bike
Die Jacke lässt sich super leicht sehr klein zusammenlegen und in eine integrierte Rückentasche verstauen. Zudem kann man die Arme auch abnehmen, sodass man ruck zuck eine Windweste hat. Reißverschluss auf, Ärmel ab.

Auch beim Radeln hält die Jacke, was sie verspricht. Sie sitzt perfekt, ohne unnötig zu verrutschen und schützt bei höheren Geschwindigkeiten den Brustkorb perfekt vor Wind. Im Wald können meine Freunde mich zudem nicht mehr verlieren, da ich mit meiner neongelben Jacke nicht mehr zu übersehen bin.

Fazit: DieDeflect Hybrid Jacke” ist sportlich geschnittene Jacke. Sie besitzt eine hohen Kragen und eine einklappbarer Rückenverlängerung als Spritzschutz auf dem Rad. Sie ist wind- und wasserabweisend, aber trotzdem atmungsaktiv und ist daher bestens sowohl zum Radfahren wie zum Laufen geeignet. Das gute Stück kostet rund 129,90 Euro. Man muss allerdings beachten, dass einen die Jacke nur bei leichtem Regen trocken hält, da sie keine wasserfeste Regenjacke ist.

Testbericht: One Power Lady Gore-Tex Shakedy Bike Jacke

Gore Tex Jacke im Lauftest
Dieses Mal hat Luisa die Jacke auf Herz und Nieren geprüft.

Ich teste seit einigen Wochen die One Power Lady Gore-Tex Shakedry Bike Jacke und habe sie beim Rad Race bereits dem ultimativen Härtetest unterzogen. Bei einer Körpergröße von 174 cm und +-58 Kilo trage ich Größe 38. So passen noch gut die vollen Triktottaschen unter die Jacke.

Die kleine Schwarze
Die Jacke ist superdünn und ultraleicht (131 Gramm bei Größe 38), dadurch ist das Packmaß extrem gering. Zusammengefaltet passt sie ganz geschmeidig in jede Trikottasche. Die Jacke ist in einem schlichten mattschwarz gehalten, verfügt jedoch über reflektierende Details, die eine bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr gewährleisten sollen. Vorne hat die Jacke eine Reißverschlusstasche und eine Brusttasche mit Zip. Durch die flexible Raffung am Rücken liegt die Jacke figurbetont an. Mit dem Stehkragen und dem asymmetrischen Frontzipper hat sie einen lässigen Biker-Style.

Funktionalität: Das Obermaterial soll dauerhaft wasserdicht und windabweisend sein. Durch das Shake Dry Material perlt Regenwasser sofort ab. Durch kurzes Schütteln tropft jegliches Wasser herunter und die Außenschicht ist wieder trocken. Trotz dieser wasserdichten Oberfläche soll die Jacke extrem atmungsaktiv sein, Schweißansammlungen sind dadurch reduziert und der Wasserdampf wird nach außen abgeleitet.

Fazit: Ich habe die Gore Jacke bei einer Etappe des Rad Race getragen. 190 Kilometer in den Bergen, bei Dauerregen und 5 Grad – später hatten wir Sonne und Wärme. Für mich als Schönwetterfahrerin der Supergau. Die Jacke hat mich aber tatsächlich so warm und trocken gehalten, dass das Wetter kein Problem war. Als die Temperaturen stiegen und die Sonne zum Vorschein kam, bin ich auch nicht überhitzt. Das Gefühl, heißzulaufen kenne ich durchaus von anderen Regenjacken, die sich anfühlen, als hätte man sich eine dicke Plastiktüte mit Aufgußfunktion über den Körper gestülpt.

Zudem war ich positiv überrascht darüber, wie klein man die Jacke falten kann. Mittlerweile habe ich die Jacke als Schutz vor Wind und Kälte fast immer  – auch beim Laufen – im Einsatz.

Kleines Manko ist allenfalls eine fehlende Rückentasche, in die man bei längeren Touren einen Riegel verstauen könnte. Durch die flexible Raffung kommt man allerdings auch während der Fahrt problemlos mit der Hand unter die Jacke und an die Trikottasche.

Der Preis ist mit rund 320 Euro ordentlich, aber wenn ich überlege, dass ich in den vergangen Jahren mehrfach Geld für schlechte Jacken ausgegeben habe, die am Ende in der Tonne gelandet sind, kann ich nur die Empfehlung geben, gleich etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

P.S. Weiterer Tipp bei Regen oder Wind: die Regenshort von Gore. Sie überzeugt ebefalls durch ein extrem kleines Packmaß, sie hält trocken und warm, wenn es richtig schüttet und man kann sie einfach im Trikot verstaue..

Texte: Jennifer Eisenhuber und Luisa Keller
Fotos: privat