tritime women goes La Plama

Traillauf, die ultimative Herausforderung

Simone, Jennifer und Luisa starten beim Transvulcania Ultra Traillauf vom 10. bis 12. Mai auf La Plama. Alle drei laufen unterschiedliche Distanzen – auch ihre Vorbereitung war verschieden.

Austragungsort des Transvulcania Ultra Trails ist die kanarische Insel La Palma. Der Transvulcania wurde 2009 erstmalig ausgetragen und hat sich bis heute zu einem der populärsten Trailrunning Events der Welt entwickelt. 2.600 Starter aus 60 Nationen gehen auf verschiedenen Strecken an den Start und die Bewohner der Insel sorgen dafür, dass das Event drei Tage lang zelebriert wird. Der Transcvulcania gehört zur Skyrunner World Series, was ersteinmal bedeutet, dass es viele Höhenmeter zu bewältigen gilt.

Das „Vertical Race“ eröffnet das Event. Sage und schreibe 1.200 Höhenmeter müssen auf 7,6 Kilometern bewältigt werden. Freitags werden die Sky Kids an den Start geschickt, um den Nachwuchs zu fördern. Am Samstag folgen die drei Hauptstrecken: die Ultramarathonstrecke über 74 Kilometer mit über 4.000 Höhenmetern, die Marathonstrecke mit rund 1.800 Höhenmetern und die Halbmarathon-Distanz mit spektakulären 2.000 Höhenmetern.

Diese Steckenbeschreibungen reichten, um die drei tritime women Mädels Simone, Luisa und Jennifer davon zu überzeugen, das Erlebnis Transvulcania in Angriff zu nehmen.
Wie wir alle wissen, ziehen von der Anmeldung bis zum Startschuss meist noch viele Wochen ins Land. Jeder Athlet kämpft mit Höhen und Tiefen in der Vorbereitung und hat seine eigenen Gründe und Ziele, ein Event zu bestreiten. So auch unsere drei Mädels.

Simone geht auf der Ultramarathonstrecke an den Start:

Die Inspiration bekam sie beim tritime women-Teamtreffen im Dezember. Luisa brachte die Idee auf den Tisch und danach ließ sie der Gedanke nicht mehr los. Auf den heimischen Trails und auf der Loipe wurden bereits im Winter die Grundlagen gelegt. Die nötige Härte sammelte Mone auf zahlreichen Trail-Wettkämpfen mit bis zu 54 Kilometer Länge in den französischen Vogesen, die sie alle samt sehr erfolgreich auf dem Podium beendete. Über Ostern ging es für die Wahl-Freiburgerin zwei Wochen nach La Réunion – die Wärme, die Landschaft, die wunderbare Natur und die traumhaften Trails genießen. Und dennoch: Simone hat trotz ihrer inzwischen zahlreichen Erfahrungen in dieser schönen Sportart einen riesengroßen Respekt vor den 74 Kilometern auf La Palma.

Simone Schwarz hat schon einige Trail-Erfahrung über längere Distanzen gesammelt.

Luisa war ursprünglich ebenso für die Ultradistanz gemeldet, musste aber ihre Ziele aufgrund einer Verletzung neue definieren:

Warum sich Luisa für den Vertical und den Halbmarathon entschieden hat? Das Schicksal hat für sie entschieden. Im Februar zog sich Luisa eine Verletzung im Sprunggelenk zu und musste sechs Wochen die Füße hochlegen. Derzeit geht es darum die Bänder zu festigen, das Gelenk zu stabilisieren und den ganzen Körper wieder in Schuss zu bekommen. Luisa war, wie Mone, beim Transvulcania für den Ultra gemeldet. Dieses Ziel ist jetzt allerdings utopisch. Die Downhill-Passagen und die Dauer der Belastung wären nicht gesund für ihren Fuß. Das Risiko einer neuen Verletzung wäre viel zu groß. Manchmal muss man seine Ziele eben den Gegebenheiten anpassen. Ob sie den Halbmarathon laufen kann, steht auch noch in den Sternen. Auch der Wettkampfcharakter steht dieses Mal nicht im Vordergrund. „Dabei sein ist alles“, gesund zu starten und auch heil wieder anzukommen ist ihre persönliche Herausforderung. Dafür macht Luisa derzeit viele Übungen zur Stabilisierung ihres Sprunggelenks. Zum einen auf einem Balance-Pad und beim Yoga. Luisa stärkt zudem vermehrt den Rumpf, insbesondere den unteren Rücken, da diese Muskulatur beim bergauf Laufen extrem beansprucht wird. Zudem geht sie drei bis vier Mal die Woche ins Gym, um Basic-Kraftübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, Rudern, Klimmzüge und Bankdrücken zu machen. Beim Laufen stehen viele motorische Übungen und Lauf-ABC auf dem Programm, um wieder das volle Laufgefühl entwickeln zu können.

Luisa Keller war in den letzten Wochen häufiger im Gym als auf Trails unterwegs.

Jennifer startet auf ihre erste Trail-Marathonstrecke

Traillaufen ist seit 2014 Jennifers Faszination. Damals startete sie im 2er-Team beim Heidelberger Trailmarathon und war schlichtweg begeistert. Nachdem sie letztes Jahr mit Achillessehnen-Probleme zu kämpfen hatte, war sie umso glücklicher, im Herbst endlich wieder auf Trails laufen zu können. Mit ihrer Freundin Vroni erkundete sie die unterschiedlichsten Pfade im Rhein-Main-Gebiet und nachdem Simone und Luisa das Trail-Abenteuer fest planten, war sie nach kurzer Überlegung auch mit von der Partie.
Nach genauer Begutachtung der Strecke fiel ihre Wahl auf die Marathondistanz. Einen 30er auf Trails ist sie schon des Öfteren gelaufen, aber eine Marathondistanz auf einer Vulkaninsel ist definitiv noch mal eine andere Herausforderung. Daher versuchte sie das Training in den letzten Wochen so Abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Muckibude, diverse Umzüge für die muskuläre Fitness und das Abklappern verschiedener Trails standen auf dem Programm. Schwimmen geht Jenni auch drei Mal in der Woche vor der Arbeit: „Ich bin überzeugt davon, dass die Massage des Wasserdrucks und das kühle Wasser nicht nur alternatives, sondern auch regeneratives Training bedeuten. Um Mister Achilles zufriedenzustellen diszipliniert sich die 35-Jährige mit regelmäßigen Dehn- und Stabiübungen. Hierbei klingen ihr immer Luisas Worte in den Ohren, wie wichtig Rumpfstabi für unsere Ausdauersportarten ist.

Jenni Eisenhuber wagt sich an ihren ersten Trail-Marathon auf La Palma

So und nun ab ins Abenteuer TRANSVULCANIA …

Ihr rockt das Ding, Mädels!

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