#SpontanZurChallengeRoth

Triathloncoach Katja von Kaminitz

Manchmal muss man auch ein wenig verrückt sei. Ende März dieses Jahres hat sich Meike entschlossen, am 3. Juli 2022 bei der Challenge Roth zu starten. Quasi in drei Monaten zur Langdistanz.

Meike beim TrailrunningDiese Idee kann nur klappen, weil Meike genug Erfahrung und auch schon viele Lebenskilometer in allen drei Disziplinen gesammelt hat und sich überall die Jahre immer eine solide Grundfitness bewahrt hat. Die Challenge Roth 2022 ist ihre zwölfte Langdistanz und dennoch ist es eine sehr heiße Kiste. Nur drei Monate Vorbereitung sind selbst unter diese Voraussetzungen extrem kurz. Zumal die Regeneration mit 45 Jahren auch nicht mehr so gut funktioniert, wie noch vor zehn Jahren. Zudem sollte eine Langdistanz nie unterschätzen – physisch wie psychisch.

Warum Meike das Risiko dennoch eingeht und welcher Grund genau dahintersteckt,  könnt ihr in der neuen tritime-Ausgabe lesen.

„Irgendwas geht doch immer, wenn man schon über 25 Jahre Triathlon macht“, so Meikes Gedanken, und mit zwölf Wochen gezieltem Training kann man auch noch ein bisschen etwas bewegen. Das gilt aber nur, wenn man nicht bei null anfangen muss und wenn man eine erfahrene Triathlontrainerin an seiner Seite weiß, die schaut, dass man sich nicht in den ersten Tagen nach der Startzusage völlig übermotiviert ins erste Übertraining befördert.

Kompetente Unterstützung beim
#SpontanZurChallengeRoth-Projekt

Triathloncoach Katja von Kaminietz

Eine solche erfahrene Trainerin ist Katja von Kaminietz von der Sportpraxis Allgäu, die wir euch gerne vorstellen wollen und der wir ein paar Fragen zum Projekt „SpontanZurChallengeRoth“ gestellt haben.

Wer ist Katja genau? Katja ist ziemlich vieles auf einmal. Sie ist Trainerin, selbst aktive Athletin, als Naturmensch inzwischen „Wahl-Allgäuerin“, Sportheilpraktikerin, eine neugierige Optimistin und „komplementärmedizinischer Optimierungsfreak“ mit Leib und Seele.
Sie liebt ihre Arbeit mit ambitionierten Sportler/innen und gesundheitsbegeisterten Menschen. Das bedeutet für sie: Fördern, fordern, motivieren, sensibilisieren, aufrichten, auch mal bremsen, den Athleten unterstützen, gesund, in der Ruhe und bei sich zu bleiben, zu fokussieren, richtig zu regenerieren, auf sein Körpergefühl zu achten sowie Selbstverantwortung und mentale Stärke zu entwickeln. Dabei ist ihr wichtig, dass jeder Mensch individuell ist und es immer wieder eine kleine Herausforderung ist, jeden Einzelnen zu unterstützen, mit Spaß das Beste aus sich herauszuholen.

Die Kompetenz dafür, kommt nicht von ungefähr. Katja hat, um ihre Leidenschaft zum Beruf machen zu können, zahlreiche Ausbildungen absolviert. Sie ist unter anderem DOSB Lizenz B-Trainerin für Leistungssport Triathlon Langdistanz und DOSB Lizenz C-Trainerin für Leistungssport Triathlon sowie Trainerin für Leistungsdiagnostik. Sehr spannend ist, dass sie auch Heilpraktikerin mit den Fachgebieten Orthomolekularmedizin/Mikronährstoffdiagnostik, Mitochondrienmedizin, Mikrobiomdiagnostik, Hormondiagnostik und Chiropraktik ist und daher einen sehr ganzheitlichen Blick auf die Dinge hat. Um im Bereich der mentalen Themen fit zu sein, hat sich die studierte Betriebswirtin unter anderem zum NLP-Master und zur Psychologischen Beraterin ausbilden lassen.

Katja von Kaminietz auf dem Triathlonrad

Zwei Fragen an Katja:
Was ist dir als Trainerin grundsätzlich wichtig?

Dass meine Athleten ihre sportlichen Ziele gesund, motiviert und mit Freude erreichen. Das soll mit einem umsichtigen, soliden und individuellen Aufbau gelingen, um die Athleten langfristig leistungsfähig zu halten. Ich bin selbst sehr ehrgeizig und als Betriebswirtin ist die datenbasierte Trainingssteuerung für mich ein Basisbaustein. Aber ein wichtiges Add on bzw. für mich ein must have, ist eine vertrauensvolle, empathische Trainer-Athleten-Beziehung und die ganzheitliche Betrachtung und Förderung eines Jeden mit seinem persönlichen körperlichen und mentalen Leistungsvermögen.

Ich bin kein Freund von „viel hilft viel“, schnell hoch gezogenen Top-Leistungen oder Standardplänen, die die persönliche Konstitution eines Athleten sowie dessen persönliches Umfeld (beruflich/familiär) unberücksichtigt lassen und am Ende des Tages auch zu Lasten der Gesundheit gehen können (Einschränkungen im Bewegungsapparat bis hin zu Ermüdungsfrakturen, stressbedingte Erkrankungen wie körperlicher/mentaler Burn-out, Nebennierenschwäche, mitochondriale Dysfunktion, hormonelle Störungen, immer wiederkehrenden Infekten usw.). Daher liegt mir die ganzheitliche, individuelle Athletenbetreuung mit intensivem Austausch und dem regelmäßigen fundierten, laborgestützten Blick auf den Leistungs- und Gesundheitsstatus sehr am Herzen. Nicht nur der Trainingsplan muss passen, auch die Basis des „Motors“, die Mikronährstoffversorgung, die Darmgesundheit, die Hormonbalance und der Bewegungsapparat. Daher biete ich meinen Athleten diese Leistungen ebenfalls an.

Was ist deine Strategie, um Meike fit für Roth in drei Monaten zu machen?

Die Dosis macht das Gift. Wir möchten Meikes langjährige, gute Grundlagenbasis und Wettkampferfahrung nutzen und diese dosiert ausbauen sowie mit gezielten, intensiven Einheiten ergänzen. Zudem möchte ich übermäßige Ermüdung und Verletzungen durch zu belastende Einheiten vermeiden, dafür mit sinnvollen Schlüsseleinheiten sowie entsprechenden Be- und Entlastungphasen dafür sorgen, dass Meike körperlich und mental frisch ins Rennen geht. Spezifische Einheiten im Renntempo ergänzen in allen drei Einheiten das Training im Grundlagenbereich. Dazu gehören u.a. klassische 400-Meter-Laufintervalle, Krafttraining, Sweet-Spot-Training auf dem Rad, Dauerschwimmen und Intervalltraining im Wasser sowie Athletiktraining und Mobility für gute Beweglichkeit und Stabilität aus der Mitte zur Verletzungsprävention. Dies ist unter anderem von besonderer Bedeutung, da Meike erst drei Wochen vor dem Rennen auf ein Zeitfahrrad umgestiegen ist und der Bewegungsapparat damit keine lange Gewöhnungszeit hatte.

Fotos: Armin Schirmaier und privat

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