Hart, Härter, Triathlon-Supporterlife!

Das Supporterleben während eines Ironman ist hart, wir wissen wieso

Wer denkt, nur die Athleten haben während des Wettkampfs einen harten Tag, der täuscht sich gewaltig. Auch die Supporter müssen bei einem Ironman alles geben. Damit ihr perfekt auf euren Job vorbereitet seid, haben wir ein paar extrem gute Supporter-Tipps zusammengestellt.

Laura, Juli und Lulu haben Cathi und andere Freunde beim Ironman Frankfurt unterstützt und angefeuert. Sie haben mit einem fetten Augenzwinkern ein paar Tipps zusammengefasst, die man beherzigen sollte, um ein erfolgreicher Supporter zu sein.

It’s raceday, Baby!

Der längste Tag im Jahr startet noch weit vor den ersten Sonnenstrahlen. Die Athleten, die heute von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten supportet werden, haben in den vergangen Monaten alles dafür getan, um genau an diesem Tag, alles aus sich herauszuholen. Unzählige Stunden wurden in hartes Training investiert. Immer wieder haben sich die Athleten motiviert, hatte Höhen und Tiefen. Am Renntag möchten sie zeigen, was sie können. „Alle wollen richtig abliefern und das Ding rocken“. Gut für die, die ein perfektes Supporter-Team um sich geschart haben.

Zum Supporter wird man nicht einfach so, man wird ernannt

Die Supporter wurden persönlich auserkoren. Als Auserwählter sollte man seinen Beitrag zum Erfolg leisten und dem Athleten den Rücken stärken. In diesem Moment wird aus dem Einzelsport ein Teamsport. Aber Obacht! Das Supporter-Leben ist hart und die rundum Ganztagesbetreuung alles andere als ein Kindergeburtstag. Damit du für den Fall der Fälle gut vorbereitet bist, haben wir dir hier eine kleine Liste – die auf keinen Fall vollständig ist – erstellt. Sie soll dir dein Supporterleben etwas erleichtern, denn eine gute Vorbereitung ist schließlich alles:

Warten auf den Ironman-Athleten

Supporter Survival-Tipps:

Bringe selber ein enorm gutes Ausdauerniveau und Durchhaltevermögen mit. Der Renntag startet um 3 Uhr morgens und endet athletenabhängig spätestens nach der Finishline-Party um circa 22 Uhr.
Basic-Tipp: Stelle mindesten drei Wecker, damit du auf keinen Fall verschläfst.
Premium-Tipp: Espresso intravenös!

Sei ein wandelndes Lexikon: Als Supporter musst du deinem Athleten gegenüber JEDE Frage SOFORT beantworten können. Egal, ob sich diese um den Wettkampf dreht oder eher um die politische Lage in Panama. Das Zeitmanagement liegt ebenfalls komplett in deinen Händen. Schau dir den Wettkampf-Schedule genau an und mache dich mit den Regeln des Rennens vertraut.
Basic-Tipp: Trage den Race-Guide immer griffbereit bei dir, um daraus zitieren zu können.
Premium-Tipp: Lerne den Race-Guide einfach auswendig und zitiere ihn bei Fragen!

Der sonst so erwachsene und selbständige Athlet wird in der Rennwoche zum Zombie! Das bedeutet, er kann plötzlich nicht mehr selbst Autofahren, Essen zubereiten oder Dinge aus dem Keller holen … du musst ihm bei allem helfen, weil er nur noch im „Swim-Bike-Run-Sleep-Repeat-Modus“ denken kann.
Basic-Tipp: Der Führerscheinklasse B ist zwingend erforderlich und ein überaus großes Verständnis für die heroischen Taten des Athleten sollte zu jeder Zeit aufgebracht werden können.
Premium-Tipp: Engagiere für die Rennwoche einen Chauffeur, eine Putzfrau, einen Gärtner und einen Koch ect., damit du dich auf die wichtigeren Supporter-Tätigkeiten konzentrieren kannst.

Jeder Athlet hat es verdient, dass ihr für ihn Party macht.

Der Athlet braucht einen Fels in der Brandung und im nächsten Moment einen Animateur. Die Gefühlslage des Athleten umfasst ein breites Spektrum und kann von extrem gut gelaunt, komplett aufgedreht und positiv sehr schnell in aufgeregt, nervös, bis hin zu enttäuscht wechseln. Schwierig kann es sein, wenn der Supporter der Partner des Athleten ist. Eine freundschaftliche Distanz kann dem Athleten helfen, nicht zur Diva zu werden ;).
Basic-Tipp: Sei im richtigen Moment ruhig, halte dich im Hintergrund und baue deinen Athleten auf, wenn er es braucht.
Premium-Tipp: Studiere Psychologie!!

Du musst am Raceday jegliches Equipment aus deinem Rucksack zaubern können. Das sollte von Sonnencreme, Riegel und Gels, Pumpe über Melkfett, Klopapier und Ersatzschlauch bis hin zum neuen Zeitfahrrad reichen.
Basic-Tipp: Packe einen 60 Liter Reiserucksack und schleppe alles mit – am besten in      zweifacher Ausführung.
– Premium-Tipp: Lass dich zum Sherpa ausbilden und nimm an einem Bike-Mechaniker-Workshop in der Volkshochschule teil.

Der Athlet erwartet von dir entweder mit Ankündigung im Vorfeld oder spontan auch erst während des Wettkampfs, dass du ihm Zeiten oder Abstände zu seinen Kontrahenten sagen kannst. Du solltest deinen Athleten daher einschätzen können, ob er es wirklich wissen möchte oder er besser aus motivationstaktischen Gründen angelogen werden sollte!
Basic-Tipp: Schreibe dir aus der Starterliste Namen und Nummern der Kontrahenten heraus.
Premium-Tipp: Smartphone mit heruntergeladener Track-App und zwei Powerbanks können nie schaden.

Ein Ironman kann lange dauern. Zum Supporten brauchst du Kraft und Energie. Sorge dafür, dass du selber genug trinkst und etwas isst.
Basic-Tipp: Speichere dir die Telefonnummer des Pizzaservice deines Vertrauens im Handy ab.
Premium-Tipp: Du baust eine Supporter-Zone mit deinen Freunden am Streckenrand auf, bei der es BBQ gibt und diverse Kaltgetränke – am besten in der Nähe einer Eisdiele!

Der Wettkampftag ist ein Feiertag. Der Athlet und alle anderen auf der Strecke werden hart für die Strapazen, die sie aufsichnehmen, abgefeiert. Deine gute Laune gibt den Startern Kraft und motiviert sie weiterzumachen, wenn sie gerade eine schlechte Phase haben. Geholfen wird jedem, der Hilfe braucht.
Basic-Tipp: Du solltest die besten Hot-Spots zum anfeuern kennen
Premium-Support: Megafon, Konfettirakete, zehn weitere Freunde im Schlepptau, Musik, Pon-Pons, Feuerwerk gehören zur Grundausstattung – PARTY ON!

Warum wir so schlau daherreden und meinen zu wissen, auf was es beim Supporten ankommt? Weil wir beim nächsten Wettkampf wieder selbst „Athlet“ sind und daher aus eigener Erfahrung sprechen ;).

In tiefer und inniger Crewlove, Danke Catherine und Chris, dass ihr so pflegeleichte Athleten wart. Es war ein toller Tag, wir hatten viel Spaß mit euch und sind stolz auf eure Leistung!

Lulu, Juli & Laura

Im Ziel sind Athlet und Supporter glücklich vereint.

2 Kommentare

  1. Lilly Momberger

    Sehr klasse geschrieben! Ich hatte gerade beim Lesen vor Lachen Tränen in den Augen. Ihr habt es herrlich witzig auf den Punkt gebracht! Ich starte in drei Tagen zu meinem ersten Triathlon, einer Sprintdistanz und der Zombie in mir ist schon sehr aktiv. Alles Gute für Euch #DreamTeamCrew

  2. Franziska

    Herrlich! Nur mit Hummor kann man so einen Tag überstehen… Wenn man von Fremden nach einer Sicherheitsnadel gefragt wird sieht man wohl aus wie ein „Profi-Sherpa“ …

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