Geflasht von der Atmosphäre

Die Mädels vom Post-SV Tübingen ziehen ein Zwischenfazit zu ihrer ersten Saison in der 1. Triathlon-Bundesliga

Die Frauen des Mey Post-SV Team ziehen Bundesligazwischenfazit vor dem Heimrennen in Tübingen am kommenden Wochenende. Was sind ihre ersten Erfahrungen und Eindrücke von der 1. Triathlon-Bundesliga?

Am kommenden Sonntag, am 5. August, findet in Tübingen der Mey Generalbau Triathlon statt. Erstmals werden die Frauen des Mey Post-SV Tübingens bei diesem Event am Nachmittag starten, denn dann finden die Wettbewerbe der 1.Triathlon-Bundesliga statt. Nach ihrem Aufstieg in die Eliteklasse konnte sich das Team sehr gut in der obersten deutschen Triathlon-Liga etablieren. Vor dem Heimspiel ziehen die Teammitglieder Karoline Degenhardt, Greta Groten, Karina Kornmüller und Tanja Schneider ein Zwischenfazit ihrer Debütsaison. 

Wie sind eure bisherigen Eindrücke von den Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga?
Greta Groten:
Ich war bei jedem Rennen aufs Neue geflasht von der Atmosphäre und der Aufmerksamkeit, die einem durch die Zuschauer zu Teil wurde. In den Ba-Wü-Ligarennen und auch in der 2. Bundesliga war man die meiste Zeit ohne Zuschauer oder Passanten am Straßenrand unterwegs. Die Leute in den Städten/Dörfern wussten mit Triathlon nicht immer etwas anzufangen. In der 1. Triathlon-Bundesliga gibt es kaum ein Streckenstück ohne Publikum.
Tanja Schneider: Die Rennen sind noch mal deutlich professioneller als in der 2. Bundesliga oder Landesliga.

Was gefällt euch bei den Rennen der ersten Bundesliga?
Karoline Degenhardt:
Das Format mit den kurzen Sprintrennen, die gewählten Städte – vor allem natürlich Tübingen – und das Teamgefühl.
Karina Kornmüller: Ich mag es sehr, dass die Wettkämpfe alle flache „Sprintrennen“ sind, bei denen man ordentlich Gas geben kann.
Greta Groten: Mir gefällt besonders, dass die Strecken so gewählt sind, dass man quasi nie allein ist und auf dem Fahrrad normal immer Radgruppen entstehen. Dadurch steigen das Tempo und natürlich auch die Spannung für die Zuschauer. Davon profitieren wir als eher „schwimmstarkes“ und „radschwaches“ Team besonders, bevor es dann auf die alles entscheidende Laufstrecke geht.

Was könnte besser sein?
Karoline Degenhardt:
Ich finde es schade, dass man wenig mit den anderen Teams ins Gespräch kommt. Und ein Teamrennen wie in der 2. Liga wäre sicher auch spektakulär.

Wie ist die Stimmung in eurem Team?
Tanja Schneider:
Die Stimmung in unserem Team ist richtig gut. Was die Leistung sichtlich beflügelt.
Greta Groten: Wir sind durch den Triathlon und das gemeinsame Training zu einem richtigen Freundeskreis zusammengewachsen, sodass wir uns nicht mehr nur zum Training, sondern auch in der Freizeit verabreden.
Karoline Degenhardt: Das stimmt – wir unternehmen auch außerhalb des Sports viel gemeinsam, wie zum Beispiel: Eis essen, Pizza backen oder einfach nur im Freibad liegen.
Karina Kornmüller: Wir trainieren so oft es geht zusammen, wir motivieren uns gegenseitig und versuchen uns auch während des Wettkampfes, wenn es irgendwie möglich ist, zu helfen. Ich bin froh, ein Teil dieses Teams zu sein.

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Teams?
Karoline Degenhardt:
Leider konnten wir diese außerhalb eines Rennens noch nicht kennen lernen, da alle in der direkten Wettkampfvorbereitung sehr fokussiert sind. Im Rennen gerät man schon mal verbal aneinander, aber ich denke, alle wissen, dass dies dem Wettkampf und dem Ehrgeiz geschuldet ist.
Greta Groten: Wir haben die anderen Teams noch nicht wirklich kennengelernt.
Tanja Schneider: Das kann vielleicht auch an unserem Aufsteigerdasein liegen. Ich könnte mir vorstellen, dass sich dies nächstes Jahr ändert.

Was wollt ihr in Tübingen erreichen?
Karoline Degenhardt:
Wir wollen den bestmöglichen Eindruck im Wettkampf hinterlassen und die Zuschauer begeistern. Vielleicht schaffen wir es ja, durch unseren Heimvorteil hier noch einmal unseren 6. Platz von Kraichgau und Düsseldorf zu toppen
Tanja Schneider: Auf jeden Fall wollen wir mit richtig viel Spaß auf der Strecke unterwegs sein.
Karina Kornmüller: Ich möchte in Tübingen ein besseres Einzelergebnis erreichen und hoffe, dass das Radfahren besser läuft als in Münster…

Worauf freut ihr euch besonders bei eurem Heimspiel?
Greta Groten:
Natürlich auf die vielen bekannten Gesichter, Freunde und Familienangehörige am Straßenrand.
Karoline Degenhardt: Meine Eltern kommen extra aus Brandenburg zum Zuschauen vorbei. Wir freuen uns aber auch, die anderen Teams in unserer Heimatstadt zu empfangen und ihnen zu zeigen, dass auch Tübingen Triathlon auf höchstem Niveau kann. Natürlich liebäugeln wir auch mit dem Streckenvorteil, da wir die Radstrecke ja tagtäglich selbst abfahren.

Was habt ihr euch für das letzte Rennen auf Rügen vorgenommen?
Karoline Degenhardt: Ich will neue Erfahrungen sammeln, da das Schwimmen im Meer stattfindet und wir das im Wettkampf noch nie gemacht haben. Und natürlich wollen wir wieder die anderen Teams etwas ärgern.
Karina Kornmüller: Ich habe mir vorgenommen, bis zum Abschlussrennen noch mal hart und viel zu trainieren, um es auf Rügen ordentlich krachen zu lassen. Ich freue mich aber auch auf die Bundesligaabschiedsparty und die verdiente Pause danach, in der ich nicht an Training, Wettkämpfe oder ähnliches denken muss.
Greta Groten: Auf Rügen gilt es, ein letztes Mal das Bundesliga Feeling mitzunehmen und die Saison mit einem Platz unter den Top 10 zu beenden.
Tanja Schneider: Leistungsmäßig wird unser Ziel sein, noch mal alles zu geben und fit zu sein, was bei so einer langen Saison nicht einfach ist. Wir wollen einen gebührenden Saisonabschluss haben. Daher haben wir noch ein paar Tage Urlaub drangehängt, um die Saison entspannt ausklingen zu lassen.

Danke für die interessanten Einblicke und viel Erfolg für die zwei letzten Rennen der
1. Triathlon-Bundesliga 2018.

Fotos: Ulmer, DTU/ Jörg Schüler Fotografie, DTU/Jo Kleindl und DTU/Ingo Kutsche

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